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Dr. Klaus-Wilhelm Lege
Weihnachten - Chanukkah

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Für die Juden ist Jesus nicht der Erlöser wie bei den Christen. Die Juden warten – so wie es in ihren heiligen Schriften steht – immer noch auf ihren Messias. Allerdings hat auch der christliche Heiland den Menschen noch keine Erlösung von ihrem Leid gebracht.

 

Vielleicht wird das geschehen, wenn der Messias den Dritten Tempel nach dem Salomonischen und dem Herodischen Tempel in Jerusalem baut.

 

Einstweilen feiern sowohl Christen als auch Juden etwa zur gleichen Zeit ein Lichterfest mit vielen Geschenken für die Jüngsten der Familien, nämlich Chanukkah und Weihnachten. Während die Christen die Geburt von Jesus Christus zu Beginn unserer heutigen Zeitrechnung mit vielen Lichtern an Tannenbäumen und Adventskränzen feiern, zelebrieren die jüdischen Familien das Chanukkawunder bei der Wiedereinweihung des von den hellenistischen Seleukiden im Jahr 164 v. Chr. zurückeroberten Tempels in Jerusalem.

 

Das Fest der Tempelweihe beruht darauf, dass für den jüdischen Leuchter, Menorah, geweihtes Öl gebraucht wird. Zur Wiedereinweihung des Tempels war aufgrund der vorangegangenen Kämpfe mit den Seleukiden statt der erforderlichen acht Krüge nur ein Krug mit dem geweihten Öl vorhanden.

 

Dennoch leuchtete die Menorah auf wundervolle Weise acht Tage lang, so dass die Tempelweihe vorgenommen werden konnte. Deshalb wird das achttägige Chanukkawunder zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem jährlich im November / Dezember, also zu der christlichen Weihnachtszeit, gefeiert.

KWL

Weihnachten - Chanukkah

Sicher haben alle Christen Verständnis für die augenblicklichen acht Lichtertage der Tempelweihe in Jerusalem.

 

Denn sie wissen, dass in der jüdischen Religion Jesus weder der Sohn Gottes noch der Heiland ist. Er war für religiös erzogene Menschen vielleicht ein außergewöhnlicher Anhänger der jüdischen Religion der damaligen Zeit, die er als Wanderprediger dem jüdischen Volk zeitgemäßer machen wollte, so wie er sie in der Bergpredigt auslegte, ohne sie zu ändern.

Dr. Klaus-Wilhelm Lege